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Innovationskennzahlen und Wirksamkeitsmessung

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Innovationskennzahlen und Wirksamkeitsmessung in der Innovationswerkstatt mit datengestützter Leistungsbewertung

Innovation nicht an der Zahl der Workshops messen

Eine Innovationswerkstatt kann sehr aktiv wirken: zahlreiche Workshops, viele Ideen, Präsentationen, Pilotansätze und neue Technologien. Diese Aktivität sagt jedoch wenig darüber aus, ob tatsächlich betrieblicher Nutzen entsteht.

Deshalb benötigt Innovationsmanagement geeignete Kennzahlen.

Innovationskennzahlen und Wirksamkeitsmessung im FM

Input, Prozess, Output und Wirkung unterscheiden

Kennzahlen sollten unterschiedliche Ebenen betrachten.

Input beschreibt eingesetzte Ressourcen:

  • Projektbudget,

  • Arbeitsstunden,

  • Zahl beteiligter Personen.

Prozess beschreibt die Innovationsarbeit:

  • Zahl untersuchter Ideen,

  • Dauer von Entscheidungsphasen,

  • Zahl durchgeführter Tests.

Output beschreibt konkrete Ergebnisse:

  • umgesetzte Verbesserungen,

  • neue Prozesse,

  • neue Services,

  • eingeführte Technologien.

Outcome beschreibt die tatsächliche Wirkung:

  • Kostenersparnis,

  • Zeitgewinn,

  • Qualitätsverbesserung,

  • Energieeinsparung,

  • Nutzerzufriedenheit,

  • Risikoreduktion.

Gerade Outcome-Kennzahlen sind entscheidend.

Mehr Ideen sind nicht automatisch besser

Eine Kennzahl wie „200 Ideen pro Jahr“ kann sogar Fehlanreize erzeugen.

Wenn keine der Ideen ausreichend untersucht oder umgesetzt wird, hat die hohe Zahl wenig Wert.

Interessanter können beispielsweise sein:

  • Anteil qualifizierter Ideen,

  • Anteil erfolgreich getesteter Lösungen,

  • Zeit von Idee bis Entscheidung,

  • realisierter Nutzen.

Umsetzungsquote differenziert interpretieren

Auch eine möglichst hohe Umsetzungsquote ist kein perfektes Ziel.

Eine Innovationswerkstatt sollte schwache Ideen bewusst früh beenden können.

Wenn jede getestete Idee umgesetzt wird, könnte dies sogar darauf hindeuten, dass zu risikoarm experimentiert wird.

Deshalb sollten auch gute Stop-Entscheidungen als Zeichen funktionierender Innovationssteuerung verstanden werden.

Bei Projekten mit monetärem Nutzen sollte später verglichen werden:

erwarteter Nutzen versus tatsächlich realisierter Nutzen.

Dadurch wird sichtbar, wie belastbar frühere Annahmen waren.

Diese Erkenntnis verbessert künftige Business Cases.

Zeit bis zur Wirkung messen

Innovation kann auch daran scheitern, dass Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse zu langsam sind.

Sinnvolle Zeitkennzahlen können sein:

  • Problemdefinition bis Ideenauswahl,

  • Idee bis Test,

  • Test bis Entscheidung,

  • Entscheidung bis betriebliche Umsetzung.

Dabei sollte nicht jeder Prozess künstlich beschleunigt werden. Die Kennzahlen machen zunächst Engpässe sichtbar.

Nutzerwirkung integrieren

Bei nutzerbezogenen Innovationen können Akzeptanz und tatsächliche Nutzung wichtige Kennzahlen sein.

Eine Software, die technisch eingeführt wurde, aber kaum verwendet wird, ist nicht zwangsläufig erfolgreich.

Strategischen Portfoliobeitrag betrachten

Das Management sollte erkennen können, welche Innovationsprojekte auf welche strategischen Ziele einzahlen.

Beispiele:

  • Digitalisierung,

  • Kosteneffizienz,

  • Nachhaltigkeit,

  • Resilienz,

  • Mitarbeiterentlastung.

So wird die Innovationswerkstatt mit der FM-Strategie verbunden.

Reporting kompakt halten

Ein Innovationscockpit sollte nicht dutzende Kennzahlen enthalten.

Wenige aussagekräftige Größen sind meist hilfreicher:

  • aktive Vorhaben,

  • aktueller Reifegrad,

  • investiertes Budget,

  • erwarteter Nutzen,

  • realisierter Nutzen,

  • nächste Entscheidungen.

Die wichtigste Frage lautet am Ende nicht:

„Wie viele Innovationsaktivitäten haben wir durchgeführt?“

Sondern:

„Welche messbare Verbesserung ist daraus für Facility Management, Nutzer und Unternehmen entstanden?“

Mit geeigneten Kennzahlen wird die FM-Werkstatt damit von einem inspirierenden Kreativraum zu einem steuerbaren Innovationssystem, dessen tatsächlicher Beitrag zur Weiterentwicklung des Facility Managements nachvollziehbar wird.