Zum Inhalt springen
FM-Connect Chat

Hallo! Ich bin Ihr FM-Connect Chat-Assistent. Wie kann ich Ihnen helfen?

FM-Solutionmaker: Gemeinsam Facility Management neu denken

Ideenbewertung und Priorisierung

Facility Management: FM-Werkstatt » Innovationswerkstatt » Ideenbewertung und Priorisierung

Ideenbewertung und Priorisierung in der Innovationswerkstatt mit nachvollziehbaren Auswahlkriterien

Aus vielen Ideen die richtigen Lösungsansätze auswählen

Eine erfolgreiche Kreativphase kann eine große Zahl möglicher Lösungen hervorbringen. Genau dann beginnt eine neue Herausforderung: Welche Ideen sind interessant genug, um Zeit, Budget und Fachressourcen in ihre Weiterentwicklung zu investieren?

Ohne strukturierte Bewertung gewinnen häufig diejenigen Vorschläge, die am besten präsentiert werden oder die stärksten Befürworter besitzen. Eine Innovationswerkstatt sollte deshalb ein nachvollziehbares Bewertungsverfahren verwenden.

Ideenbewertung und Priorisierung von Innovationen

Bewertung erst nach der Ideenphase

Ideen sollten zunächst ausreichend entwickelt sein, bevor sie verglichen werden.

Eine reine Überschrift wie „KI einsetzen“ lässt sich kaum seriös bewerten.

Mindestens sollte beschrieben sein:

  • welches Problem gelöst wird,

  • wie die Lösung grundsätzlich funktioniert,

  • welcher Nutzen erwartet wird,

  • welche Voraussetzungen bestehen.

Damit werden Ideen vergleichbarer.

Bewertungskriterien vorab festlegen

Die Kriterien sollten zum Innovationsauftrag passen.

Mögliche Dimensionen sind:

  • Nutzen: Welche Verbesserung wird erwartet?

  • Umsetzbarkeit: Ist die Lösung technisch und organisatorisch realisierbar?

  • Kosten: Welche Investitionen und laufenden Kosten entstehen?

  • Risiko: Welche technischen, rechtlichen oder organisatorischen Risiken bestehen?

  • Zeit: Wie schnell kann eine Wirkung erreicht werden?

  • Skalierbarkeit: Ist die Lösung auf weitere Bereiche übertragbar?

  • Strategischer Fit: Passt die Idee zur FM- und Unternehmensstrategie?

Nicht jedes Projekt benötigt alle Kriterien.

KO-Kriterien separat betrachten

Manche Anforderungen sind nicht kompensierbar.

Eine Lösung kann beispielsweise wirtschaftlich attraktiv sein, aber grundlegende Datenschutz- oder Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen.

Solche Mindestbedingungen sollten nicht lediglich mit einer schlechteren Punktzahl versehen werden.

Sie können eine Idee vollständig ausschließen.

Bewertungsmatrix transparent verwenden

Eine einfache gewichtete Matrix kann unterschiedliche Dimensionen zusammenführen.

Beispielsweise:

  • Nutzen 30 %,

  • Umsetzbarkeit 20 %,

  • Wirtschaftlichkeit 20 %,

  • Risiko 15 %,

  • Skalierbarkeit 15 %.

Wichtig ist weniger die mathematische Perfektion als die transparente Diskussion der zugrunde liegenden Annahmen.

Unsicherheit ausdrücklich sichtbar machen

Frühe Innovationsideen besitzen zwangsläufig Informationslücken.

Deshalb kann zusätzlich zur Bewertung angegeben werden, wie sicher die jeweilige Einschätzung ist.

Eine Idee mit hohem potenziellen Nutzen, aber geringer Informationssicherheit ist möglicherweise ein guter Kandidat für einen kleinen Test.

Aufwand der weiteren Prüfung berücksichtigen

Nicht jede interessante Idee sollte sofort zu einem großen Projekt werden.

Manche Fragen lassen sich durch kurze Recherche, Herstellerdemo oder Datenanalyse klären.

Andere benötigen einen realen Versuch.

Die Bewertung sollte deshalb auch bestimmen, welcher nächste Lernschritt angemessen ist.

Portfolio statt Gewinneridee denken

Mehrere Ideen können gleichzeitig sinnvoll sein.

Ein Unternehmen kann beispielsweise kurzfristige Prozessverbesserungen und langfristige Technologiesprünge parallel verfolgen.

Deshalb sollte nicht zwangsläufig nur ein „Gewinner“ ausgewählt werden.

Entscheidungen dokumentieren

Für weiterverfolgte und verworfene Ideen sollte nachvollziehbar sein, warum entschieden wurde.

Dies verhindert, dass dieselbe Diskussion wenige Monate später erneut beginnt.

Eine heute abgelehnte Idee kann zudem unter veränderten Rahmenbedingungen künftig interessant werden.

Priorisierung als Lernentscheidung verstehen

Ideenbewertung soll Innovation nicht auf eine mathematische Rangliste reduzieren.

Sie beantwortet vielmehr:

Welche Ideen besitzen ausreichend Potenzial, um den nächsten Schritt zu rechtfertigen – und was müssen wir noch lernen, bevor wir investieren?

Damit wird aus einer kreativen Sammlung ein steuerbares Innovationsportfolio.